Pfarrerin Christina Bergmann war ein Mann

In der Zeitschrift Geowissen mit dem Titel „Die Lebensmitte“ traf ich auf einen Bericht  von Constanze Kindel, der mich wirklich überrascht hat. Sie erzählt die Geschichte von Pfarrer Christoph Bergmann, der sich mit 42 Jahren entschließt, sich seinen innigsten Wunsch zu erüllen und sich so anzunehmen, wie er sich seit seiner Kindheit innen fühlt, als Frau und zur Pfarrerin Christina Bergmann wird. „Ihre zwei Kinder nennen sie immer noch Papa.“

Leider ist der Artikel nur im Heft zu lesen.

Neustart

Neues Jahr, neues Glück

Seit diesem Jahr arbeite ich nun als freie Journalistin. Jetzt sind auch die Visitenkarten aus dem Druck. Schlicht und einfach sollten sie sein, und nun wollen sie verteilt werden. Ich hoffe, sie bringen mir Glück und sind auch der Auftakt, diesen Blog wieder zu aktivieren.

Im vergangenen Jahr hatte ich sehr einnehmende Aufgaben, weshalb es hier ganz schön still war. Ich wollte dennoch diese Seite von mir beibehalten.

Das Einzige, worauf man sich verlassen kann, ist die Veränderung.

Ursula Karven
Ursula Karven

„Kaum ein Gott vereint in seinem Wesen solche Gegensätze wie Shiva, der Gott der Zerstörung und der Erneuerung. Deshalb fasziniert er mich so. Schlägt er auf die kleine Trommel, die er an seinem Dreizack trägt, kann er damit das gesamte Weltall wachrütteln. Shiva ist furchteinflösend und gütig zugleich.
Dort wo wir ein Bedürfnis nach Sicherheit haben und und wünschen, dass Dinge so bleiben, wie sie sind, schubst er uns aus dem Nest. Er ist am Wirken, wann immer es an der Zeit ist, alte Hüllen abzulegen oder Grenzen zu sprengen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Das kann natürlich schmerzhaft sein, auch wenn man später erkennt, dass es richtig war. Deshalb denke ich an Shiva, wenn es um das Thema Loslassen geht. Der Wandel gehört zum Leben. Meinen Kindern sage ich immer: „Das Einzige, auf das ihr euch verlassen könnt, ist die Veränderung.“ Die Dinge verändern sich unentwegt. Ohne Loslassen gibt es keinen Neubeginn. So wie im Frühling die Blätter fallen müssen, damit im Frühling neue sprießen können.“

Ursula Karven, Loslassen, Yogaweisheiten für dich und überall

Esel 456 oder Huhn 654

Mist, ich habe schon wieder mein Passwort bei amazon vergessen. Ich will mir gerade ein neues Buch kaufen und komme mal wieder nicht in meinen Account.  Hund789! oder Katzezulix`/. Grübel, ich war schon länger nicht mehr im Internetkaufhaus und habe es einfach vergessen.

Für die meisten Zugänge habe ich ein Passwort, das ich jetzt mit einem augeklügelten System immer wieder gering aber dennoch originell verändere, wegen der Sicherheit natürlich. Manche sind aber uralt und folgen noch einem anderen System, das ich mir vor ein paar Jahren ausgedacht habe. Meist so einfach oder lustig , dass ich es mir einfach merken muss (müsste).

Mittlerweile komme ich echt ins Trudeln, weil ich nicht nur bei mehreren Klamotten-, Buch- und Musikläden angemeldet bin, sondern auch noch bei Facebook, Twitter, goggle,  Instagramm und natürlich mehrere Mailadressen besitze und dazu noch diesen Blog.  Es kommt fast jeden Tag was Neues hinzu.

Und wenn ich eins hasse, dann ist es dies: die Adresse mehrfach falsch einzugeben und dann im Netz vor verschlossener Tür zu stehen. Haben Sie ihr Passwort vergessen? Dann schicken wir Ihnen eine Nachricht auf ihr Handy oder wir schicken Ihnen eine Mail, dann geben Sie ihr Passwort neu ein. Grrrrrr. Neulich hatte ich deswegen  mal mehrere Tage keinen Anschluss meiner Hauptmailadresse. Ich telefonierte eine gefühlte Woche mit einer freundlichen Dame am Callcenter bei GMX , immer wieder trat dazu noch ein Fehler auf. 

Also noch mal überlegen:  Esel 456 oder doch Huhn 654????

Zwiebackkrümel in der Strumpfhose

Witzig und rasant: Das neue Buch Endlich von Ildiko von Kürthy. Alle ihre Freundinnen seien ein wenig verrückt, sagte die Autorin bei Kerner. Immer auf der Suche was das Leben bis zur Menopause alles noch so bringt, benehmen sich die Anfang Vierzigerinnen als hätten sie Zwiebackkrümel in der Strumpfhose.

Die besten Voraussetzungen für Veränderung. Einer der Sprüche der Autorin, die auch für die Zeitschrift Brigitte schreibt.  Verändere dein Leben, sonst verändert es dich. Die Protagonistin ihres neuen Buches erfährt mit knapp über vierzig, dass der Gatte sie betrügt und rüstet mittels Personaltrainer und bester Freundin noch einmal auf . Die Geschichte ist keine besondere, sie wirkt manchmal sogar ein wenig sehr klischeehaft und erinnert irgendwie an eine Mischung aus Sex in the City und Hera Lind. Doch die Sprache macht Spaß. Sie ist schnell, witzig und fast nie langweilig. Man galoppiert mit Vera durchs Buch, wenn auch der Abgang ein bisschen flach ist. Aber das verzeiht man gern, denn viele Stunden Lachen liegen hinter einem.

Stoppok

Der Musikpoet aus dem Pott

Heute Morgen höre ich im Radio Stoppok. Ich denke an das Burgbergfestival in Homberg vor – ich glaube – acht Jahren . Da trat so ein Typ auf, ein bisschen schmierig,  ne Gitarre um den Hals und freche Texte auf der Zunge. Stoppok? – Nie gehört.

Das sollte sich ändern. Der Abend war fulminant. Ich hab sogar gleich ne CD gekauft. Die ratterte wochenlang in meinem Auto rauf und runter, ich hab gesungen und gelacht, manchmal auch geweint und irgendwann verschwand die CD in der Ablage, ganz tief unten.

Heute höre ich den Titel learning by burning im Radio, eine etwas unkonventionelle Interpretation von pädagogischen Prinzipien und da ist der wieder der Stoppok. Im Netz habe ich ihn dann gefunden und er hat es geschafft. Ich singe mit, lache und vielleicht weine ich auch heute noch ein bisschen.

Stoppok wurde 1956 in Hamburg geboren, wuchs aber im Ruhrgebiet auf, und fing mit 12 Jahren an Musik zumachen. Seine Texte sind poetisch und der Schlüssel zu seiner Musik. Irgendwie ist alles ein Mix aus starkem Blues mit ein bisschen Folk, Rock, und Country.

Der Typ nimmt das Leben schon ernst, auch wenn das erst einmal nicht so aussieht. Er packt ein paar witzige Buchstaben drum herum, streut ordentlich Satire drauf und gibt noch einen guten Schuss Humor dazu, dann schnürt er es mit viel guter Musik zusammen und schon kommt wieder ein gutes Stoppok-Album dabei raus. Er macht er eben irgendwie alles mit viel Herz, wie er es in einem seiner Lieder erzählt.

Starter

Von einer guten Fee kam gleich mit dem Start meines Blogs dieser Artikel

Ich freue mich über deinen Mut zum Schreiben. Und ich bestaune deine Neugier auf eine neue Schreib-Erfahrung. Ich bin gespannt auf deine Glossen – so mitten aus dem Leben. Auf deine Interviews mit bemerkenswerten Menschen. Auf deinen Humor und deinen Tiefsinn… Christiane

Danke für den Mut, den du mir machst liebe Christiane