Mein November ist der Januar

Wenn ich die Lichterkette vom Weihnachtsbaum räume und die Kugeln wieder fürs nâchste Jahr in die Schatulle stelle, dann scheint gleichzeitig mein Seretoninspiegel zu sinken, denn ich bekomme schlechte Laune. Jetzt folgt der eklige Januar. Die meisten hassen ja den November, bei mir ist das anders. Ich kann dem Januar nur wenig Positives abgewinnen.

Die Versicherer plündern mein ohnehin vom Weihnachtseinkauf gestresstes Konto, Genüssen jeglicher Art schwöre ich erst einmal ab, weil ich immer noch voll vom Silvesteraclette bin und dieses Jahr kann ich noch nicht mal die Askese auskosten, weil aus gesundheitlichen Gründen das wahrnehmungsintensive Fasten ausfällt.

Also: weit und breit kein Spaß in Sicht.

Ich zerre den verklebten Kerzenhalter aus den rieselnden Tannenzweigen und schmeiße den Baum hinaus in den Tag, der nicht hell werden will. Er ist verregnet wie ein grauer Novemberfreitag. Dann denke ich an den letzten November, an ausgedehnte Spaziergänge im sonnigen Spätspätherbst, Kürbissuppe und die Vorfreude auf die Weihnachtszeit.

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