Wo ist die Vuvuzela ?

Am Sonntag beginnt die Frauenfußball WM und ich bin gespalten.  Als Frau bin ich total sauer, dass die ganze Nation vorm Fernseher hängt, wenn die Männer Fußball spielen, aber die Einschaltquoten bei der Frauen WM immer unendlich viel niedriger sind. Sind wir denn immer noch nichts wert, meldet sich meine emanzipatorische Seite. Frauen sind in den Führungspositionen unterrepräsentiert und werden auch im Fußball nicht ganz ernst genommen. Dagegen mutierten sie vor zwei Jahren haufenweise zu biertrinkenden Fans, die mit schwarz-rot-goldenen Outfits vor der Glotze hockten und zusahen wie  Jürgi Löw die Jungs im blauen Gewinnerpullunder zum dritten Platz führte. Und das nicht nur wegen des Pullovers. Die Begeisterung schwappte über, man verband sich beim Bibbern mit den Fußballern und freute sich auf jedes weitere Spiel. Trotz allem mache ich mir ernsthaft Gedanken, ob ich am Sonntag tatsächlich den Fernseher fürs Eröffnungsspiel einschalten will. Wenn ich nachspüre, habe ich keine große Lust dazu, ich mag nämlich eigentlich immer noch  keinen Fußball, sondern lese lieber oder schaue Kultursendungen. Meine Kampfeslust sagt mir, wir machen es einfach wie vor zwei Jahren und treffen uns reihum,  gucken und grillen. Ich muss mal schauen, ob ich die Vuvuzela noch finde. Das wäre doch mal was.

Die Macht der Worte

In meinen Blog habe ich ein Motto. „Sprache sagt am meisten aus, wenn Sprache nichts aussagen will.“ Diese Worte stammen wohl  von der berühmten Schriftstellerin Susan Sontag. Ich  bin aber nicht ganz sicher. Jedenfalls hat mich diese Aussage so berührt, dass ich sie als Wegweiser nehme. Im Grunde verstehe ich es so, dass viele Worte aus dem Bauch kommen und die Sprache der eigene Ausdruck jedes Menschen ist, wie auch immer das aussieht. Vieles in der Sprache zeigt, wer da vor einem steht, was er sagen will, allein an der Art wie er es tut. Sprache ist Sozialisation, Kalkül und doch steckt noch viel mehr dahinter. Sie kommt im spontanen Satz, im Witz oder im Klagen. Sprache ist vor allem Vielfalt. Worte haben Macht und Sprache spielt im Leben eine große Rolle. Nicht umsonst heißt es sogar in der Bibel: Am Anfang war das Wort.

Worte können heilen, sie können verletzten. Wer hat noch kein Machtwort gesprochen und dies vorher mit diesen Worten angekündigt? Sprache verführt und vernichtet. Das ist sie, die Macht der Sprache.

Interessant war gestern Abend im ZDF Kulturmontag ein Beitrag unter dem Thema Wortwechsel. Ein außergewöhnlicher Gast war die Sprachphilosophin Sybille Krämer.

Verbundenheit im Familienbetrieb

Manchmal mache ich auch ganz sachliche Geschichten, wie diese.  Diese Woche feiert die Firma das 150-Jährige Bestehen. Das ist heutzutage eher die Ausnahme. Tradition und  Familienbetrieb sind  eher knöchrige Begriffe, man assoziiert alte Firmengemäuer und patriachalische Strukturen. Im Grunde ist es aber die Verbundenheit in den familären Strukturen, die den langen Fortbestand sichern, der Zusammenhalt vieler für eine Sache und das ist ganz und gar nicht unmodern.

Wende zum 19. Jahrhundert