Pelzigs Patenkind Clara

Auch mit 23 Jahren kann man noch einmal Patenkind werden: Clara S.  hat das geschafft. Und ihr Patenonkel ist berühmt. Er wird sie sogar ins Fernsehen bringen. Der Talkkabarettist im ZDF, Erwin Pelzig, suchte ein studentisches Patenkind. Die in Kassel studierende junge Frau setzte sich gegen 900 Bewerber durch und wird am kommenden Dienstag, 12. April, 22.45 Uhr in der Sendung “Pelzig hält sich” vorgestellt.

“Regelmäßige Auftritte in der Sendung sind Teil der Patenschaft”, sagt Clara. Erwin Pelzig heißt eigentlich Frank-Markus Barwasser. Clara traf den Kabarettisten am Sonntag in Würzburg zum Casting. Da trug er natürlich nicht das typische Cordhütchen der Kunstfigur und war weder sarkastisch noch bissig, sondern ganz einfach sehr sympathisch und unkompliziert. Die Chemie stimmte sofort. “Ich habe mich gleich ganz locker gefühlt”, sagt sie. Trotzdem war sie nicht sicher, ob sie das Rennen machen würde, es waren noch zwei weitere Kandidaten in der Endrunde.

“Pelzig will wirklich so was wie ein Patenonkel sein”, sagt Clara. Er interessiere sich für ihr Studium, ihre Hobbys und wie sie als Studentin lebt. Er rief  persönlich an, um ihr den Sieg mitzuteilen und schob keinen Redakteur dazwischen.

Clara studiert in Kassel soziale Arbeit und wird demnächst zusätzlich eine Ausbildung als Spieleleiterin beginnen. Sie spielt selbst Theater und leitet zusammen mit ihrem Vater die Theatergruppe der Stadtjugendpflege, “Die durchgebrannten Pürierstäbe” in Bad Hersfeld. Jugendliche über das Theater zu begeistern, sieht sie als Teil einer guten Jugendarbeit und das Theater ist ihre Leidenschaft.

Daher stammt auch die Verbindung zum Kabarett. Clara findet die Figur Erwin Pelzig äußerst interessant, witzig und vor allem intelligent, weshalb sie sich nach dem Aufruf im Fernsehen und Internet sofort bewarb. Ein bisschen plötzlich kommt nun alles doch. Sie hatte gar nicht daran geglaubt, verfasste das Bewerbunsgvideo eher locker und wollte sich überraschen lassen. “Das war schon eher frech”, meint sie. Im Moment ist sie gerade etwas überwältigt. “Das ist sehr aufregend”, sagt sie.

Wie es weiter geht, weiß sie noch nicht, es soll sich erst alles entwickeln. “Ich bin ja auch für Pelzig das erste Patenkind”, meint sie. Ihm sei es wichtig gewesen, jemanden zu finden, der richtig im Studentenleben steht und auch Unterstützung braucht. “Wie das Studium soziale Arbeit  im einzelnen aussieht, kann er sich gar nicht vorstellen”, erzählt sie.

Zunächst fährt die junge Frau nun am Dienstag nach München ins Studio. Dort soll sie den Manager und ehemaligen BDI-Chef Hans-Olaf Henkel Henkel mit interviewen. Neben ihm wird noch Judith Holofernes  von der Band “Wir sind Helden” und Professor Dr. Gerd Bosbach auftreten.(zty)

siehe auch HNA

PS: Der ganze  Name der Studentin  sollte laut zdf erst einmal nicht veröffentlicht werden, um sie zu schützen. Und ich habe mich entschieden, ein Bild erst  nach der Sendung in diesen Blog einzufügen.

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