Ein „apple“ zwischen Cola und Salzstange

Seitdem ich das Apple I-Pad habe, hat sich unser Kommunikationsverhalten deutlich verändert. Als gäbe  es tagsüber nicht genug Geplapper im Netz, auch abends holt uns nun die Informationswut ein. Neben der Fernsehzeitung liegt nun auch das Pad, wie zufällig.

Wenn mir das Programm bisher zu langweilig war, habe ich mal ein Buch zur Hand genommen oder eine Zeitschrift. Jetzt greife ich zum Pad. Wir streiten uns schon fast darum. Zwischen Krimi und Talkshow passt irgendwie immer auch noch ein Spiel (das macht natürlich der Mustermann, ich spiele ja nicht gern). Wenn eine Frage auftaucht, wird gleich gegoogelt.

Da wird der Knubbel unterm Fuß, der gerade Probleme beim Gehen macht, auf eine mögliche Krankheit hin erforscht oder der Kinofilm für die nächste Woche ausgesucht. Die Informationen sind nun noch schneller, weil das Pad so leicht in der Hand liegt und auch in der typischen Sofaposition irgendwie immer noch zwischen Colaglas und Salzstange passt. Kein Kabel, nichts stört.

Aber manchmal geht es auch auf die Nerven. Neulich spät abends habe ich mir das Teil gerade vom Gatten ergattert, weil ich noch mal schnell ins Facebook schauen wollte. Da packt der doch sein I-Phone aus und fängt ein  Spiel an. Nun war ich doch ein bisschen sauer und habe das Gerät ausgeschaltet. Irgendwann ist auch mal gut mit Kommunikation im Netz und man sollte sich mal ganz normal miteinander unterhalten, so von Mensch zu Mensch.

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3 Gedanken zu “Ein „apple“ zwischen Cola und Salzstange

  1. Die Faszination dieser kleinen Fastalleskönner hat ja nun fast schon den ganzen Erdball ergriffen, und wer ihr noch nicht erlegen ist, kann sich als „hoffnungslos von gestern“ ansehen bzw. betrachtet wissen..
    Zwischen Faszination und Abhängigkeit gibt es viele Brücken, sie sind wie linke und rechte Maschen beim Stricken ganz ineinander verwoben..das ist nach meinem Gefühl ein Problem. Ich merke, wie ich oft nach den Nachrichten in meiner Mailbox, auf Facebook usw. gierig bin..in Wirklichkeit ist alles, was mir dann gerade wieder fehlt, die Verbindung zu mir selbst und das Gefühl des Verbundenseins mit dem Leben an sich..
    Ich bin von gestern und bin heute.. und jetzt gerade wieder mal am PC..und klopfe Buchstaben in die Tastatur, um mich auszudrücken, so dass ich mich höre, du mich hörst, ich mich wahrnehme und du mich wahrnimmst. Darum geht´s ja wohl.. um´s wirklich Hiersein im vollen Leben, immer mehr ohne Grenzen, da wir ja jetzt in Sekundenschnelle “ alles wissen“, „alles sehen“, „alles tun“ können.

    Ich mag es, von dir zu lesen und mich mit dir hier zu verbinden….und sei es auch „nur“ über deinen Blog…um so meine Verbindung zu mir selbst und zu dir zu spüren!

    Sei umarmt*
    von Luise

    1. Ach Luise,dieser Kommentar ist ja an sich schon eine kleine Bloggeschichte. Ich hat bisher nur die Hälfte gelesen und bin eben ganz überrascht. Ja , du hast recht, was fehlt ist die Verbindung zu sich und zu anderen, das Wahrnehmen. Wir müsssen uns mal wieder treffen, um uns wieder mal über den Blog hinaus zu verbinden… LG Christine

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