Es fehlt die Liebe

Es gibt Menschen, die haben etwas gegen andere, ohne dass diese anderen etwas gegen sie haben. Es gibt den Unwillen von Menschen gegen andere. Sie finden etwas, was ihnen an anderen nicht gefällt. Dadurch, dass sie andere verurteilen, sind sie unwillkürlich besser als die, die sie verurteilen. Mit jedem Verurteilungsakt werden sie größer, besser, vielleicht sogar berühmter.

Ich darf jetzt nicht sagen, sei verurteilen andere, machen andere herunter, um selber besser und größer dazustehen. Dass sie durch das Runtermachen anderer sich selber deutlicher werden, das ist klar. Aber dass sie andere heruntermachen, um selber besser dazustehen, darf man nicht sagen. Sie haben jeweils andere Gründe, andere herunterzumachen. Sie sagen laut genug, warum sie andere heruntermachen. Gibt es eine Ursache für dieses Alles herunter machen? Es gibt eine Vermutung. Es fehlt die Liebe.

Ich wage zu vermuten: Wo Liebe fehlt, springt Hass ein.

„Die Heruntermacher bersten vor Gründen. Lieben braucht keinen Grund. Lieben, bevor wir geliebt werden!“

Auszug aus Martin Walsers Roman Muttersohn, der im kommenden Jahr erscheinen soll.

Ein größerer Auszug ist im Focus vom 4. Oktober 2010 zu lesen.

Witzig ein paar Seiten zuvor gab es eine Interview mit dem Literturkritiker Marcel Reich-Ranicki- Überschrift: Ich habe geärgert… putzig…..

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